Wenn die Website wenig über das Unternehmen zeigt
Ein professioneller Auftritt und konkrete Angaben über das Unternehmen sind zwei verschiedene Dinge, und nur das zweite lässt sich prüfen.
Bei einer Website für ein kleines oder junges Unternehmen kann der Auftritt professionell aussehen und beim Unternehmen selbst trotzdem vage bleiben: Echte Bilder fehlen, Ansprechpartner werden nicht genannt und Projekte nicht gezeigt; stattdessen stehen allgemeine Aussagen. Das ist nicht automatisch unehrlich, erschwert Interessenten aber die Einordnung. Wer nicht erkennt, mit wem er es zu tun hat, bleibt im Zweifel zurückhaltend.
Belege vor der ersten Anfrage
Vor einer Anfrage muss das Vertrauen in das Gegenüber ausreichen; fehlt es, bleiben auch klare Angebote leichter liegen.
Eine fremde Nummer anzurufen oder ein Formular auszufüllen fällt schwerer, wenn unklar bleibt, wer antwortet. Bei einem jungen Unternehmen ersetzen große Worte keine konkreten Einblicke. Nicht jeder Beleg trägt dabei gleich weit.
| Beleg | Was er zeigt | Grenze |
|---|---|---|
| Benannte Ansprechperson mit echtem Foto | Wer antwortet und wer verantwortlich ist | Sagt nichts über die Qualität der Arbeit |
| Reales Projekt mit Namen des Kunden | Dass tatsächlich gearbeitet wurde, und woran | Braucht die Zustimmung des Kunden |
| Bewertung auf einem öffentlichen Portal | Eine Einschätzung von außen, unabhängig prüfbar | Nur aussagekräftig, wenn sie öffentlich auffindbar ist |
| Beschriebener Arbeitsablauf | Was auf eine Anfrage hin passiert | Eine Absicht, noch kein Ergebnis |
| Standort, Impressum, Rechtstexte | Dass es das Unternehmen wirklich gibt | Pflicht, kein Qualitätsmerkmal |
Bewertungen richtig einsetzen
Eine Bewertung wirkt, wenn sie nachprüfbar ist und im Wortlaut des Kunden steht – nicht, wenn sie gut klingt.
- Der Wortlaut bleibt unverändert. Eine geglättete Bewertung ist keine Bewertung mehr, sondern Werbetext.
- Der Name steht dabei, soweit die Bewertung öffentlich unter diesem Namen steht.
- Keine Angaben ergänzen, die in der Bewertung nicht stehen: kein Datum, keine Firma, kein Projekt.
- Kein Foto zu einer Person setzen, von der kein Foto vorliegt.
- Bewertungen nicht in eine Sternebewertung für Suchergebnisse umwandeln, solange sie sich nicht öffentlich nachvollziehen lassen.
Was auf der Website nachvollziehbar sein sollte
- Eine Über-uns-Seite zeigt das Team oder zumindest die Person, die antwortet, mit Namen und echtem Foto.
- Der Standort ist erkennbar, mit Adresse und wenn möglich Karte oder Bild aus der Region.
- Projekte oder Arbeitsweise werden gezeigt, statt nur beschrieben: reale Referenzen oder nachvollziehbare Schritte aus der Arbeit.
- Rechtliche Seiten (Impressum, Datenschutz, ggf. Barrierefreiheit) sind nicht versteckt, sondern selbstverständlich auffindbar.
- Aussagen bleiben sachlich: keine erfundenen Zahlen, keine fingierten Bewertungen, keine Logos von Kunden, die es nicht gibt.
Beispiel: Wenige Referenzen am Anfang
Ein Beispiel: Angenommen, ein junges Unternehmen schreibt auf der Website „mehrjährige Erfahrung“ und „zahlreiche zufriedene Kunden“. Beides klingt gut, ist aber nicht belegt. Stattdessen stehen dort eine Vorstellung der antwortenden Person, eine kurze Beschreibung des Arbeitsprozesses und zwei reale Beispiele. Damit wird nachvollziehbar, mit wem Interessenten es zu tun haben. Das ist aussagekräftiger als ein weiteres Adjektiv.
Wie NovaWeb das auf der eigenen Website hält
Wir wenden dieselbe Regel auf uns selbst an: Auf dieser Website steht nur, was sich belegen lässt.
Gezeigt werden zwei reale Kundenprojekte mit Namen, die Personen, die tatsächlich antworten, der Standort in Ahaus und Bewertungen im ursprünglichen Wortlaut. Nicht gezeigt werden erfundene Kundenlogos, Erfolgszahlen ohne Quelle und Bewertungen, die wir nicht zuordnen können. Dass die Liste dadurch kürzer ausfällt, nehmen wir in Kauf – eine Website, die mehr behauptet, als das Unternehmen belegen kann, fällt spätestens im ersten Gespräch auf.