Was die beiden Wege unterscheidet
Der Unterschied liegt nicht im Aufwand, sondern in der Frage, ob die bestehende Seitenstruktur erhalten bleibt.
- Redesign
- Die Seitenstruktur bleibt bestehen. Erneuert werden Gestaltung, Texte, Bilder, Kontaktwege und technische Grundlagen. Die vorhandenen Adressen der Unterseiten bleiben in der Regel erhalten.
- Neuaufbau
- Die Seitenstruktur wird neu geplant: welche Seiten es gibt, wie sie zusammenhängen und wofür jede einzelne da ist. Inhalte werden übernommen, wo sie passen, und ersetzt, wo sie nicht mehr stimmen.
Ein Neuaufbau ist deshalb nicht automatisch das größere Design-Projekt. Er ist das größere Planungsprojekt. Die meiste Zeit geht nicht in die Gestaltung, sondern in die Frage, welche Seiten der Betrieb heute überhaupt braucht.
Sechs Fragen, die die Entscheidung tragen
Je mehr dieser Fragen mit Ja beantwortet werden, desto eher spricht die Lage für einen Neuaufbau.
- Haben sich die Leistungen seit dem letzten Aufbau verändert – sind welche dazugekommen oder weggefallen?
- Sprechen Sie heute eine andere Zielgruppe an als damals, etwa Gewerbe statt Privatkunden?
- Gibt es Leistungen, die keine eigene Seite haben, obwohl Interessenten gezielt danach suchen?
- Müssen Sie Interessenten im Gespräch regelmäßig erklären, wo etwas auf der Website steht?
- Lässt sich an der Seite technisch nichts mehr ändern, ohne dass an anderer Stelle etwas kaputtgeht?
- Ist die Seite mobil nicht nutzbar, und zwar nicht nur unschön, sondern bedienbar schwierig?
Die beiden Wege im Vergleich
| Kriterium | Redesign | Neuaufbau |
|---|---|---|
| Passt, wenn | Struktur und Inhalte tragen noch, die Darstellung nicht mehr | Leistungen, Zielgruppe oder Umfang haben sich verändert |
| Seitenstruktur | Bleibt bestehen | Wird neu geplant |
| Vorhandene Texte | Werden überarbeitet | Werden geprüft, übernommen oder ersetzt |
| Adressen der Unterseiten | Bleiben in der Regel gleich | Ändern sich; alte Adressen werden weitergeleitet |
| Ihr Zeitaufwand | Überwiegend Rückmeldungen zu Entwürfen | Zusätzlich die inhaltliche Klärung, welche Seiten es geben soll |
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Der dritte Weg: in zwei Schritten
Wenn ein Neuaufbau nötig, aber gerade nicht möglich ist, lässt sich das Dringendste vorziehen und der Rest später nachholen.
Das ist häufig der realistische Weg für Betriebe mitten in der Saison. Zuerst kommen die Punkte, die Anfragen unmittelbar behindern: Kontaktwege, mobile Bedienbarkeit, die wichtigste Leistungsseite. Der strukturelle Umbau folgt, wenn wieder Zeit für die inhaltlichen Entscheidungen da ist. Wichtig ist nur, dass der erste Schritt keine Arbeit erzeugt, die der zweite wieder wegwirft – deshalb wird die Zielstruktur schon vorher grob festgelegt.
Was in jedem Fall erhalten bleibt
- Die Domain. Sie läuft auf Ihren Namen und bleibt bei Ihnen, unabhängig davon, wer die Website baut.
- Inhalte, die sich bewährt haben: gute Projektbeschreibungen, Fotos aus dem Betrieb, Antworten auf häufige Fragen.
- Bestehende Adressen von Unterseiten. Ändern sie sich beim Neuaufbau, werden sie auf die neue Seite weitergeleitet, damit vorhandene Verlinkungen nicht ins Leere laufen.
Wie wir die Frage im Erstgespräch klären
Wir sehen uns vorher die bestehende Seite an – Struktur, Inhalte, mobile Ansicht und technische Basis – und sagen Ihnen im Gespräch, welcher Weg aus unserer Sicht trägt und warum. Wenn eine Auffrischung reicht, sagen wir das auch dann, wenn der Neuaufbau das größere Projekt wäre. Eine Website, die zwei Nummern zu groß gekauft wurde, macht im Betrieb keine Freude.